Unser Schönheitsideal und Dehnungsstreifen

Ich bin jetzt im 8. Monat schwanger und hatte am Anfang richtig Angst vor Dehnungsstreifen. Sie waren sogar ein Grund von vielen, weswegen ich jahrelange sagte, dass ich niemals Kinder bekommen möchte.

Seit einigen Wochen habe ich selbst Dehnungsstreifen und muss sagen: es stört mich bei Weitem nicht so, wie ich es zuvor gedacht habe. Und warum?

Als Schwangere schaut man sich gerne verschiedenste Videos an und liest die unterschiedlichsten Beiträge zur Schwangerschaft und dem Mama-Werden. Und was ich dabei sehr erschütternd fand: Es gibt Frauen im Internet, die von ihren Schwangerschaftsstreifen sprechen und psychisch so sehr davon belastet werden, dass sie in Tränen ausbrechen und teilweise sogar ihren Kindern die Schuld dafür geben. Und da ist mir wieder einmal mehr bewusst geworden, was wir hier für einem absurden Schönheitsideal hinterher laufen. Frauen sind das schöne Geschlecht – da kommen Fetteinlagerungen für die Stillzeit, Wasser in den Beinen während der Schwangerschaft, Dehnungsstreifen bei wachsendem Bauch und Hängebrüste nach dem Abstillen leider nicht sehr gelegen. Und nun seht euch an, wie viele Frauen da draußen Babys bekommen. Nur ein Bruchteil dieser werden nach der Schwangerschaft wieder so in Form kommen, dass es dem heute geltenden Schönheitsideal gerecht wird.

Das heißt also zum einen, dass wir einem Ideal nacheifern, was die wenigsten erfüllen können (eingeschlossen natürlich auch die Frauen, die nicht schwanger sind oder schon ein Kind geboren haben) und zum anderen, dass einige Frauen gar nicht erst schwanger werden wollen oder ihre Schwangerschaft nicht genießen können. Ich finde das schockierend!

An alle (werdenden) Mamas da draußen, die von Schwangerschaftsstreifen betroffen sind: Natürlich finde ich meine Streifen auch nicht schön, aber sie belasten mich nicht, denn jeder einzelne Tritt in meinem Bauch entschädigt mich dafür. Genießt es bitte, Euren Bauchzwerg jeden Tag zu fühlen. Freut Euch darüber, dass er oder sie gesund ist und prächtig in Euch wächst und gedeiht. Macht Euch bewusst, dass ihr ein neues Leben in Euch baut und dass Euer Körper gerade Höchstleistungen vollbringt. Lauscht den Herztönen Eures Babys beim CTG und genießt es, wenn das Baby auf Euch reagiert. Es ist ein wunderbares Gefühl und keiner kann Eurem Kind so nah sein und die Entwicklung so miterleben wie die Mamis.

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Vielleicht seht ihr nach einem oder mehreren Kindern nicht mehr so sexy aus wie mit 17 Jahren, aber ihr habt einen ganz neuen Fokus in Euer Leben gelassen und dürft viele spannende und neue Erfahrungen machen. Ihr werdet einen Sprung in Eurer Entwicklung hinlegen, den ihr ohne Kind so nicht gemacht hättet. Erkennt das bitte bitte bitte an und grämt Euch nicht über die Spuren, die die Schwangerschaft bei Euch hinterlassen hat. Und gebt vor allem nicht Euren Kindern die Schuld dafür!

Eure Kietzemaze

 

Bildquelle: http://lillithsdarktower.blogspot.de/2014/03/schwangerschaft-die-lastigen.html

Wenn Lebenskonzepte nicht übereinstimmen

Wir erleben es tagtäglich: Jeder Mensch auf dieser Welt bringt andere Werte mit, jeder Mensch hat andere Ziele im Leben, jeder Mensch lebt seine eigene Lebensphilosophie. Oft wird gesagt, man sei der Durchschnitt seiner fünf engsten Mitmenschen und sollte bestrebt sein, sich mit Menschen zu umgeben, die das gleiche oder ein erstrebsameres Wertesystem vertreten wie man selbst.

Wäre man ganz radikal, müsste man sich dabei vermutlich von einigen seiner Familienangehörigen distanzieren oder seine aktuelle Partnerschaft beenden. Aber ist das wirklich notwendig? Ich sage Nein!

Zur Persönlichkeitsentwicklung gehört auch, nicht davon zu laufen, sondern mit schwierigen Situationen umzugehen lernen. Was also tun, wenn beispielsweise Familienangehörige oder Dein Partner andere Ansichten vertreten als Du?

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Das Leben ist ein Irrgarten

1.Vergiss niemals, wofür Du selbst einstehst!

Du musst Dir immer wieder vergegenwärtigen, welches Lebenskonzept Du für Dich gewählt hast und warum. Wenn Du überzeugt bist von Deiner Idee, dann können Dir Ausstehende wenig anhaben. Bist Du beispielsweise überzeugter Veganer, kann Dir Dein Kumpel so viele Grillwürstchen bringen, wie er will, Du musst und würdest sie nicht anrühren.

2. Versuche nicht, andere zu missionieren!

Das ist ein ganz wichtiger Punkt: Du kannst andere nicht missionieren. Du kannst Deine Mitmenschen höchstens mit Deinen Taten und Worten inspirieren und sie so zum Nachdenken anregen. Aber nichts ist unzuträglicher, als jemanden seine Fehler aufzutischen und doktrinenhaft zu erzählen, was er oder sie alles besser machen müsste. Du wärst genauso wenig empfänglich dafür. Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich benutze flouridfreie Zahnpasta, weil ich der Überzeugung bin, dass es besser für meine Gesundheit ist und ich benutze dazu eine Handzahnbürste aus Holz, da diese sanfter für die Zähne ist und ich den Plastikmüll reduziere. Mein Freund hingegen hat sich kürzlich eine elektrische Zahnbürste gekauft, die in meinen Augen Strom verschwendet und durch die Aufzeichnung des Putzverhaltens zur totalen Überwachung beisteuert. Dazu nutzt er Sensodyne Zahnpasta und Listerine Mundspülung – sündhaft teure Markenprodukte mit Unmengen an Flourid. Was ich gerade verurteile, kann er mir mit guten Argumenten für sich völlig schlüssig begründen. Ich lass ihm seines, er lässt mir meines. Man kann und sollte nicht wegen Allem Grundsatzdiskussionen vom Zaun brechen.

3. Bleibe offen für neue Perspektiven!

Oftmals erwarten wir von anderen, sich und ihre Verhaltensweisen zu hinterfragen, aber sind wenig bereit, gleiches von uns selbst zu fordern. Schließlich sind wir alle der Meinung, wir würden den einzig richtigen Weg gehen – sonst würden wir nicht tagtäglich so handeln, wie wir es nun einmal tun. Hör Dir also auch einmal die Lebenseinstellungen von anderen an und bleibe dabei offen für neue Perspektiven. Man kann Alles von verschiedenen Seiten betrachten. Vielleicht bist Du an dem ein oder anderen Punkt zu streng zu Dir oder könntest hier und da selbst noch etwas optimieren oder vielleicht sogar einen ganz neuen Weg beschreiten. Auch das ist Persönlichkeitsentwicklung!

4. Erkenne die Fortschritte Deiner Mitmenschen an!

Es gibt Menschen, die für gewisse Dinge einfach noch nicht bereit sind. Sie stehen einfach an einem anderen Punkt in ihrer Entwicklung. Oftmals neigen wir dazu, gleich eine 180-Grad-Drehung zu erwarten, doch wir reden hier von Reifungsprozessen, die nicht von jetzt auf gleich abgeschlossen sind. Wenn Du merkst, dass Du jemanden erreichen konntest mit Deiner Lebensphilosophie, dann schau auf die kleinen Fortschritte, die derjenige macht und erwarte nicht zu viel. Ich kenne einige Menschen, die sich darüber grämen, aber das ist nicht der richtige Weg. Denk an ein Kind, was viele Schritte versuchen und hinfallen muss, bis es gelernt hat zu laufen.

Man kann sich selbst ändern, aber nicht die anderen. Das solltest Du immer im Hinterkopf behalten.

Deine Kietzemaze

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/irrgarten-labyrinth-glendurgan-511153/

Das Gesetz der Resonanz

Was ist denn überhaupt Resonanz und was hat das mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun? Kann Resonanz uns schaden oder können wir sie uns sogar zunutze machen?

Das einfache Sprichwort „Wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus“, beschreibt das Gesetz der Resonanz eigentlich schon ganz gut. Physikalisch betrachtet bedeutet Resonanz – vereinfacht gesagt – dass alles Schwingung erzeugt. Schwingungen können sich überlagern und auslöschen, sie können sich jedoch auch miteinander verbinden und sich verstärken.

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Ausgehend von diesem physikalischen Gesetz kann man also annehmen, dass unsere Gedanken, unsere Taten, unsere innere Haltung und unsere Gefühle Schwingungen erzeugen, die von anderen „ähnlich tickenden“ Menschen verstärkt werden. Mit ihnen treten wir in Resonanz. Solche Begegnungen finden wir sympathisch. Daraus entwickeln sich Freundschaften oder Beziehungen – man ist auf gleicher Wellenlänge.

In der Persönlichkeitsentwicklung sprechen wir oft davon, dass uns die Welt den Spiegel vorhält und dass jeder Mensch in seiner eigenen Realität lebt. Das wird auch beim Resonanzgesetz deutlich:

Bin ich ein sehr lebensfroher Mensch und stecke voller Tatendrang, dann wird mein engster Freundeskreis nicht aus Menschen bestehen, die sich den ganzen Tag nur über gewisse Dinge aufregen und seit Jahren in ihrer persönlichen Entwicklung stagnieren. Nein, dann werden meine Freunde auch lebensfroh sein und sich ständig neu erfinden.

In größeren Menschenmengen lässt sich das ebenfalls gut beobachten. Kinder im Kindergarten, Schüler in der Schule oder Teams auf Arbeit – hier kommen die unterschiedlichsten Persönlichkeiten zusammen und wir werden uns immer mit denen gut verstehen, die ähnlich ticken wie wir selbst.

Was bedeutet das jetzt?

Nimm Dich, Deine Gedanken und Deine Überzeugungen einmal selbst unter die Lupe. Bist Du schon genau so wie Du es selbst sein möchtest oder könntest Du hier und da noch etwas ändern? Wenn Du mit Dir selbst schon in Gleichklang bist, dann überprüfe Dein unmittelbares Umfeld. Erkennst Du Dich darin selbst wieder?

Überprüfe auch einmal Dein unmittelbares Umfeld, wenn Du hier und da vielleicht etwas an Dir ändern möchtest. Hast Du vielleicht einen Kollegen, der sich jeden Tag über irgendetwas beschwert? Könnte es sein, dass das auf Dich „abfärbt“ (sprich: dass Du mit ihm in Resonanz gehst), obwohl Du das eigentlich nicht möchtest?

Seit ich mich mit diesem Thema beschäftige, ist mir Folgendes passiert bzw. aufgefallen:

  • Ich hinterfrage bisher da gewesene Bekanntschaften und sogar Freundschaften hinsichtlich des Resonanzgesetzes. Ich musste feststellen, dass einige eher einen negativen Einfluss auf mich haben und muss mir jetzt die Frage stellen, ob ich weiterhin an diesem sozialen Kontakt festhalten und ihn weiter ausbauen möchte oder ob ich mich von ihm entferne.
  • Seit ich mich mit der Persönlichkeitsentwicklung beschäftige, mit Politik und mit Medizin, sind Menschen in mein Leben getreten, die ich nicht mehr missen möchte. Menschen, die eine sehr positive Einstellung zum Leben haben, Menschen, die mich sehr inspirieren und mich damit persönlich weiter bringen, Menschen, die mit mir auf der gleichen Ebene schwingen.
  • Mir ist es sogar schon passiert, dass wildfremde Menschen mit mir in Resonanz gehen, obwohl sie mich überhaupt nicht kennen. Erst neulich setzte sich ein Professor in der Bahn neben mich und begann davon zu erzählen, dass er keinen Fernseher habe, dass ihn die buddhistischen Lehren sehr interessieren und die Menschen da draußen endlich bewusster werden müssten. Das waren alles Aussagen, in denen ich mich wieder fand.

Sei Dir also bewusst, dass alles, was Du tust, denkst und fühlst Schwingungen erzeugt, die eine Wirkung auf andere haben. Sei Dir dabei genauso bewusst, dass auch andere Schwingungen aussenden, auf die Du nun konkret reagieren kannst oder – im Fall von negativen Schwingungen – ungeachtet vorbeiziehen lässt. Du hast einen Einfluss darauf, welche Menschen Du in Dein Leben lässt und welche Du bewusst davon fern hältst. Und denke immer daran: Alles was Du in die Welt bringst, kommt zu Dir zurück.

Deine Kietzemaze

 

​​​​​​​Bildquelle: https://pixabay.com/de/wellen-konzentrisch-wellenkreise-1521130/

 

So kannst Du Deine Lebensenergie stärken

Was es mit der Lebensenergie auf sich hat und dass Du sie besitzt solange Du auf dieser Erde weilst, habe ich bereits im voran gegangenen Artikel beschrieben. Möchtest Du ihn nochmal nachlesen, kannst Du das unter diesem Link tun.

Die Lebensenergie – auch Qi, Prana oder Ki genannt – übernimmt zahlreiche Aufgaben in unserem Körper. So ist es für die Vitalfunktion zuständig, kann uns vor äußeren Einflüssen schützen oder koordiniert sämtliche Muskeln und Organe. Wir tun also gut daran, uns um diese Kraft in uns zu bemühen und sie zu pflegen.

Hier folgen ein paar Tipps, wie Du Dich um Deine Lebensenergie kümmern kannst:

Geistige Übungen

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Oftmals bedrücken uns bestimmte Dinge bewusst oder unbewusst. Es sind beruflicher Stress, Probleme in der Partnerschaft oder sonstige Ereignisse, die unsere Lebensenergie herabsetzen. Daher ist es wichtig, den Geist frei zu bekommen und ihm hin und wieder Ruhe zu gönnen. Hier hilft vor allem Meditation. Die Fokussierung auf das Nichts, das Bestreben, störende Gedanken beiseite zu schieben, wirken sehr wohltuend auf unsere Psyche. Wem das zu spirituell oder zu abstrakt ist, kann sich auch einmal bewusst dazu zwingen, nichts zu tun. Hierfür kann man zum Beispiel in den Wald gehen und sich in eine Hängematte legen, sich im Park auf eine Bank setzen und über einen Teich blicken oder eine zeitlang auf seinem Balkon den Himmel beobachten. Das kann schon völlig ausreichen, um sich eine geistige Pause zu gönnen.

Körperliche Übungen

In unseren Kreisen ist Yoga mittlerweile sehr populär geworden. Die Übungen sollen den Energiefluss im Körper unterstützen. Manche Menschen sagen auch, dass Yoga als Vorbereitung für eine gute Meditation genutzt werden kann. Ich persönlich kann mit Qi Gong etwas mehr anfangen. Hierbei werden bestimmte Meridiane, wie man sie aus der Akupunktur kennt, geöffnet und durch die langsamen, behutsamen Bewegungen auch der Geist stimuliert. Der Körper folgt dem Geist und umgekehrt. Meditatives Tai Chi hat den gleichen Effekt. Wer möchte, kann sich aber auch einfach an der frischen Luft ordentlich auspowern. Vielleicht kennst Du auch ein paar Menschen oder bist sogar einer von Ihnen, der Sport braucht, um „den Kopf frei zu bekommen“. Und sicherlich kennt jeder von uns das Gefühl, wenn man sich nach der Bewegung – wie auch immer sie aussehen mag – fitter und energiegeladener fühlt.

Ernährung

Auch die Ernährung spielt eine maßgebliche Rolle für das Qi. So gibt es in der Traditionellen Chinesischen Medizin kein Richtig und Falsch, sondern nur ein zu viel oder zu wenig von bestimmten Nahrungsmittelgruppen. Man könnte es auch wie Paracelsus halten und sagen: „Die Dosis macht das Gift“. Zu viel Fleisch und Zucker erzeugen beispielsweise zu viel Hitze in unserem Körper und kann damit die Lebensenergie aus dem Gleichgewicht bringen. Und vielleicht hattest Du auch schon Tage, an denen Du Dich besonders gesund ernährt und Dich entsprechend energiegeladener gefühlt hast, als an Tagen, an denen man mal so richtig geschlemmt hast und Dich am Ende kaum noch bewegen konntest oder mochtest. Zieh deswegen eine Kost vor, die Dich fit und glücklich macht (auch Genuss ist Qi), dann bist Du auf jeden Fall auf dem richtigen Weg!

Medizinische Hilfe

Wem das nicht reicht oder wer doch krank geworden ist, kann sich natürlich auch medizinische Hilfe holen. Akupunktur hilft dabei, die Energie in Deinem Körper wieder in Fluss zu bringen. Wer sich eher mit dem indischen Konzept anfreunden kann, kann auch einen Spezialisten in Sachen Ayurveda zu Rate ziehen und sich beraten lassen. Zwar werden solche alternativen Heilverfahren selten von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt und müssen daher selbst getragen werden, jedoch wirken sie präventiv und stärkend und kommen nicht erst zum Einsatz, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Es ist nie verkehrt, in seine Gesundheit zu investieren! Hierzu noch ein kleiner Tipp von mir: Es gibt mittlerweile viele Ärzte oder Mediziner, die hier Zusatzqualifikationen erworben haben, die allerdings wenig in die Tiefe gehen. Eine Ausbildung in der Traditionellen Chinesischen Medizin dauert beispielsweise einige Jahre und schließt einen Aufenthalt in China mit ein. Schaut also, wer nur ein paarwöchigen Vertiefungskurs hatte und wer wirklich Experte auf seinem Gebiet ist!

 

Tust Du bereits etwas für Deine Lebensenergie? Hast Du vielleicht selber schon Effekte an Dir oder Deinen Mitmenschen beobachten können?

Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Deine Kietzemaze

 

Bildquelle: 

https://pixabay.com/de/buddha-religion-entspannung-611566/

Das Konzept der Lebensenergie

Wir kennen vermutlich alle Menschen, die vor Elan nur so strotzen. Die einen unheimlichen Tatendrang haben und voller Energie zu sein scheinen. Jeder hat wohl auch schon einmal in leuchtende Kinderaugen gesehen und sich gefragt, woher die Kleinen die Kraft nehmen, den ganzen Tag herum zu tollen und zu spielen.

Umgedreht kommen wir auch hin und wieder mit Menschen in Kontakt, die – böse gesagt – nur vor sich hin vegetieren, ständig ihr Leid klagen, die Mundwinkel in den Kniekehlen hängen haben und ständig auf bessere Zeiten hoffen. Menschen, die keine Lust mehr haben auf diese Welt oder auf ihr Leben und eigentlich schon gestorben sind, ohne dass sie beerdigt wurden.

Vielleicht hat der ein oder andere aber auch schon von Geschichten gehört, in denen sterbende Menschen einfach noch nicht von uns gehen konnten, weil sie noch eine Aufgabe erledigen wollten – beispielsweise ihren Enkel kennen lernen oder sich von der Tochter verabschieden.

Das alles sind Beispiele der Lebensenergie – der Kraft in unserem Körper, die uns Leben „einhaucht“. In vielen Kulturen – und hier vor allem im asiatischen Raum – ist die Lebensenergie fester Bestandteil in der Gesellschaft und vor allem in der Medizin. Hierzulande fand man diesen Gedanken lange Zeit eher in esoterischen Kreisen, doch mittlerweile fast er mehr und mehr Fuß.

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Die Lebensenergie im asiatischen Raum

Die Chinesen sprechen von „Qi“, die Japaner von „Ki“, die Inder von „Prana“ und alle meinen sie dasselbe. Die Lebensenergie ist der Unterschied zwischen einem Schlafenden und einem Toten. Ist die Kraft in unserem Körper im Fluss, sind wir gesund und mit uns und der Umgebung im Einklang. Das zeigt sich auch deutlich in den medizinischen Lehren. Während Schulmediziner in Deutschland sich auf Erreger, Krankheit und den Tod konzentrieren, beschäftigen sich Ayurveda oder die chinesische Medizin mit dem lebenden Menschen. Oder wie mein Heilpraktiker sagte: „Wir behandeln keine Krankheiten, sondern wir behandeln den Menschen“. Im alten China war es sogar so, dass Ärzte und Mediziner für die Gesunderhaltung der Patienten bezahlt wurden und nicht wie hierzulande die Behandlung gewisser Krankheiten vergütet bekommen. Das ist in meinen Augen ein wesentlicher Unterschied!

Die Lebensenergie im europäischen Raum

Für viele klingt dieses Konzept vielleicht auch heute noch abstrakt, aber man findet schon im alten Griechenland Hinweise auf das Wissen um die Lebensenergie. Auf der griechischen Insel Kos kann man sich beispielsweise das Asklepieion anschauen. Dies war ein antikes Krankenhaus unter Hippocrates, der hier versucht hat, Körper, Geist und Seele seiner Patienten wieder in Einklang zu bringen. Das Bauwerk ist auf einem hohen Berg gelegen mit frischer, sauberer Luft, Meerblick und schönen Zypressen, die zum Spazieren einladen. Langsam aber sicher findet dieses alte Wissen den Weg in die moderne Schulmedizin (zurück). So gibt es heute Experimente, in denen man einen Teil der Patienten einen grünen Ausblick aus ihrem Zimmer gewährte, während andere eine Mauer oder Stadt vor dem Fenster hatten. Das Ergebnis des Experiments könnt Ihr Euch sicher denken. Mittlerweile gibt es auch die sogenannte „Energiemedizin“. Mithilfe dieser kann man zum Beispiel die Wirkung der Akupunktur sichtbar machen und zeigen, dass das Konzept der Meridiane kein Hokuspokus ist.

Fazit

Es scheint sie also wirklich zu geben: die Lebensenergie. Und dieser sollten wir wohl wieder mehr Aufmerksamkeit schenken, als uns bei jedem Zimperlein Tabletten rein zu pfeiffen. Wir sollten unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität wieder selbst in die Hand nehmen und das am besten präventiv, in dem wir uns um die Kraft in uns selbst kümmern und sie hegen und pflegen.

Was man tun kann, um seine Lebensenergie zu kräftigen, werdet Ihr im nächsten Teil erfahren.

Eure Kietzemaze

 

Bildquelle:

https://pixabay.com/de/qi-qi-gong-chi-%C3%BCbung-qi-gong-1583809/

Die Sonne und unsere Psyche

Wie lange habe ich mich danach gesehnt, dass es endlich wärmer wird und der Frühling kommt! Okay, dieses Jahr haben wir eher den Frühling übersprungen und sind sofort in den Sommer gerutscht, aber ich will gar nicht klagen. Jetzt ist die Sonne da und soll auch bitte so schnell nicht wieder verschwinden!

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Sonne als Glückbringer

Wer kennt das nicht: An verregneten grauen Tagen kommt man gar nicht aus dem Bett und möchte sich am liebsten unter der Decke verkriechen. Kaum sind allerdings die ersten Sonnenstrahlen zu sehen, lockt es uns aus unseren Verstecken und plötzlich sind Parks, Schwimmbäder und Eisläden voll von Menschen.

Sonnenlicht und Wärme macht offenbar aktiver. Man ist gerne draußen und fühlt sich wohl. Doch woran liegt das?

Forscher haben herausgefunden, dass Sonnenstrahlen auf unserer Haut Glückshormone ausschütten – im Besonderen das Hormon Serotonin, was unsere Stimmung aufhellt und gleichzeitig dafür sorgt, dass wir in der schönen Jahreszeit weniger Schlaf benötigen. Wir haben nicht nur bessere Laune, nein, dieser Botenstoff den Glücks beeinflusst auch unseren Insulinspiegel und vertreibt depressive Verstimmungen. Selbst dem alten Hippocrates ist schon aufgefallen, dass Sonnenlicht unserer Stimmung gut tut.

Auch die höheren Temperaturen sorgen dafür, dass wir gelassener, offener und leistungsfähiger sind. Verschwendet man einen Gedanken an die Evolution, macht das nur Sinn.

Manche Menschen gehen sogar so weit und stellen das Verhalten der Sonne im Universerum in eine unmittelbare Wechselwirkung mit der menschlichen Psyche. So sollen erhöhte Sonnenstunden den Geist wacher und bewusster machen und neue Erkenntnisprozesse in Gang setzen. Der Mensch soll aus seiner Stumpfsinnigkeit „erwachen“. Verrückt, oder?

Sonne als Heilmittel

Mithilfe von Sonnenstrahlen kann unser Körper Vitamin D produzieren. Dieses Vitamin ist wichtig für die Zellteilung und für unser Immunsystem und schützt uns dadurch beispielsweise vor Krebs oder Osteoporose. Selbst Bluthochdruck lässt sich mit einem Spaziergang im Sommer schon gut behandeln.

Ein Sprichwort besagt: „Wo die Sonne scheint, kommt der Arzt nicht hin“. Es ist zum Beispiel erwiesen, dass bestimmte psychische Erkrankungen durch einen täglichen Spaziergang oder UV-Strahlen-Therapie verschwinden oder sich zumindest bessern.

Sonnengötter hatten in der Geschichte auch immer eine große Bedeutung. So wurde dem Gott Helios zum Beispiel nachgesagt, er könne Blinde heilen.

Faszinierend, wozu dieser gelbe Ball am Himmel so fähig ist, was?

Gegenwind

Natürlich werden jetzt Stimmen laut bezüglich Sonnenbrand, Hautkrebs oder sonstiger schädigender Wirkungen von zu viel Sonneneinstrahlung. Wie immer gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Experten empfehlen, sich 15 Minuten täglich in der Sonne aufzuhalten und von intensivem Sonnenbad abzusehen.

Und zum Stichwort Sonnencreme: Ich glaube ja, dass eine Sonnencreme genauso schädigend für die Haut sein kann wie zu viel Sonnenbaden. Hat sich schon einmal jemand die Inhaltsstoffe angeschaut? Ich persönlich halte es immer noch für die beste Variante, sich am Strand ein schattiges Plätzchen zu suchen, ein T-Shirt über zu ziehen und einen Hut aufzusetzen. So kann man sich zwischendurch ruhig einmal 10 Minuten natürliche Sonneneinstrahlung gönnen.

Genießt den Sommer!

 

Eure Kietzemaze

 

Weiterführende Links:

http://www.n-tv.de/wissen/Die-Sonne-macht-gluecklich-article6134896.html

http://www.focus.de/gesundheit/news/medizin-die-macht-der-sonne_aid_211747.html

 

Bildquelle:

https://pixabay.com/de/fr%C3%BChling-baum-blumen-wiese-holz-276014/