Tobias Beck

trainer-tobias-beckDer derzeit beste Coach und Speaker im deutschsprachigem Raum ist für mich Tobias Beck. Ich kenne keinen, der sein Publikum so mitreißen kann wie er. Er schafft es regelmäßig, die Menschen in seinen Vorträgen zum Weinen zu bringen und hat ein Talent dafür, die richtigen Impulse in Dir auszulösen. Und kein anderer ist so authentisch und energiegeladen wie er.

Was Tobias für mich so unheimlich sympathisch macht, sind zwei Dinge:

  1. Er ist selbst mehrfach richtig auf die – Verzeihung – Schnauze geflogen, doch statt sich der Opferrolle hinzugeben und sich zu bemitleiden (wie es so viele Menschen da draußen tun), hat er sich von seinem Leben Lektionen erteilen lassen und hat aus seinen Fehlern gelernt. Statt die Flinte ins Korn zu werfen, ist er selbst zu Coaches und Trainern gefahren und hat aktiv versucht, aus seinem Scherbenhaufen das Beste zu machen.
  2. Tobias ist trotz seines Erfolges bodenständig geblieben. Wir reden hier von einem Millionär, der ein winziges Auto fährt und weiterhin nebenberuflich bei der Lufthansa arbeitet, um den Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren und nicht abzuheben.

Tobias Beck hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen Menschen zu helfen und ihnen bestmögliche Impulse für ihr Leben mitzugeben. Er versucht andere Menschen aus seinen Fehlern lernen zu lassen. Die Übungen, die er mit seinen Teilnehmern durchführt sind Übungen, die er selbst – teilweise schmerzlich – durchlaufen musste, aber genau das macht ihn so echt oder so überzeugend. Er weiß wovon er spricht und rattert nicht nur leere Theorien herunter.

Die Energie und Dynamik, die er mit auf die Bühne bringt, sind unheimlich ansteckend, sodass man das Gefühl hat, man müsse sofort von seinem Stuhl springen und das eigene Leben komplett umkrempeln.

Tobias Beck hat meines Erachtens den Erfolg, den er derzeit hat, redlich verdient und gehört definitiv zu den Menschen, die ich einmal kennen lernen möchte. Zu einem seiner Seminare zu fahren ist einer meiner Pläne für die kommenden Jahre!

Weiterführende Infos gibt es hier:

https://tobias-beck.com/

https://www.youtube.com/user/BeckTobias

https://www.youtube.com/user/GEDANKENtanken

 

 

 

Bildquelle: https://tobias-beck.com/about/#tobias

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Hör auf Dein Herz – mit Baby

Ich habe mir auf meinem Blog jetzt eine kleine Babypause gegönnt, aber so langsam möchte ich gerne wieder einsteigen und regelmäßig Beiträge schreiben. Dieser hier hat nur indirekt etwas mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun, aber es ist ein Thema, was mir auf der Seele brennt.

Ich habe mir schon vor der Geburt unserer kleinen Tochter viele Dinge vorgenommen und Gott sei Dank immer dazu gesagt, dass man am Ende wahrscheinlich doch Einiges anders macht als gedacht. Denn so ist es tatsächlich. Aber woran liegt das?

In jedem Bereich unseres Lebens haben wir Glaubenssätze entwickelt, an denen wir uns oft unbewusst orientieren, ohne sie je zu hinterfragen. Wir halten sie für Gottgegeben – es sind Selbstverständlichkeiten. Zudem übernehmen wir auch viele Urteile und Meinungen anderer Leute (besonders unserer Eltern!), die uns logisch erscheinen. Auch das sogenannte Schubladendenken, welches eigentlich ein wichtige Fähigkeit unseres Gehirns darstellt, auf ähnliche Dinge ähnlich zu reagieren, steht uns manchmal im Weg. Alle diese Dinge hindern uns daran, auf unser Herz zu hören. Sie überlagern unser Bauchgefühl, welches wir manchmal so dringend benötigen. Und ganz besonders deutlich wird mir das momentan in meinem Alltag mit Baby.

Jeder – wirklich jeder – ist der Meinung man dürfe sich einmischen was das Leben mit Baby oder die Erziehung anbelangt. Und ein Ratschlag stößt mir dabei ganz besonders sauer auf: Lass Dein Baby ruhig mal eine Weile schreien!

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Zugegeben: Vor der Geburt habe ich auch ähnlich geredet – frei nach dem Motto: „Ich lass mir doch von meinem Kind nicht auf der Nase herum tanzen!“ Heute weiß ich, dass ich niemals und um nichts in der Welt mein Kind willentlich schreien lassen würde. Dieses kleine Wesen hat keine Möglichkeit sich uns anders mitzuteilen und auch noch keine Fähigkeiten, selbst etwas an seiner misslichen Situation zu ändern. Es ist komplett auf seine Bezugsperson angewiesen und es ist verdammt noch eins unser Pflicht, uns um unser Kind zu kümmern.

Ich höre öfter solche Sätze wie: „Kaum schaust Du in den Kinderwagen, ist das Baby wieder ruhig.“ oder „Das haben die ganz schnell raus: Ich schreie und schon nimmt mich Mama auf den Arm“. Wenn sich mein Freund im Nebenzimmer aufhält und ich ihn rufe, bin ich auch still, wenn er zu mir gekommen ist. Und woher kommt dieses Denken, dass Babys uns manipulieren würden, nur weil sie ein Bedürfnis nach Nähe haben?

Wenn mein Kind mit 11 Jahren immer noch nicht Bitte und Danken sagen kann, können wir gern darüber reden, ob ich etwas an der Erziehung ändern müsste. Wenn ein 8 Wochen alter Säugling aber die Nähe zur Mutter sucht, ist es nicht verzogen und auch kein böses Kind. Sein Bedürfnis ist schlicht und ergreifend absolut normal und natürlich.

Und wenn wir einmal dabei sind: Schlaflernprogramme, die empfehlen, das Baby isoliert in ein dunkles Zimmer zu legen und es sich in den Schlaf schreien zu lassen, gehören für mich schlichtweg verboten! Ich könnte mir nur wenig grausameres vorstellen.

Kein Tier auf dieser Welt lässt willentlich seinen Nachwuchs schreien oder es im Schlaf alleine. In Afrika bindet man quasi nach der Entbindung sein Kind mit einem Tuch auf den Rücken und geht wieder hinaus aufs Feld. Aber wir halten uns für ach so zivilisiert, wenn wir uns denen, die am meisten Schutz und Liebe brauchen, entziehen. Da tue ich mir selber leid, dass ich unter einer solchen und damals normalen „Ideologie“ aufgewachsen bin.

Der einzig sinnvolle und legitime Tipp im Umgang mit Babys ist für mich: Hör auf Dein Herz und tu genau das, was sich für Dich und Dein Baby am besten anfühlt. Und das lernt man nur über Ausprobieren. Es gibt kein besseres Training um sich frei zu machen von jedweden Glaubenssätzen als ein kleines Baby groß zu ziehen!

 

Eure Kietzemaze

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/schreiendes-baby-baby-gesicht-2708380/

Entscheidungsfindung – oder der Kampf gegen Windmühlen mit Baby

Tagtäglich sind wir damit konfrontiert, Entscheidungen zu treffen und diese auch durchzusetzen. Man sollte meinen, dass man im Laufe seines Lebens damit umzugehen lernt und es irgendwann keine Probleme mehr macht, hinter seinen Entscheidungen zu stehen. Dass man jedoch auch an Punkte in seinem Leben kommt, wo gerade das noch einmal zu einer Herausforderung wird, habe ich vor meiner Schwangerschaft auch nicht gedacht.

Noch nie musste ich so viele Dinge entscheiden und dabei gleichzeitig gegen Windmühlen ankämpfen, diese zu verteidigen. Natürlich wird einem bewusst, dass man nicht mehr nur nach seiner eigenen Maxime handelt, sondern auch für ein zweites Leben mitdenkt, aber das empfand ich weniger als Hürde. Viel schwieriger fand ich es, damit umzugehen, dass alle anderen, die schon Eltern geworden sind, die eigene Entscheidungskompetenz anzweifeln. Lasst mich ein paar Beispiele anführen:

  • Empfehlungen zum Schlafen (für das Baby): Ausschließlich in Rückenlage, kein Nestchen verwenden, kein Kissen und erst recht keine Decke wegen der Erstickungsgefahr. Unsere Entscheidung: Das Baby darf auch mal auf der Seite schlafen, wird eine Decke bekommen und ein Nestchen im Bett haben.
  • Standard heute: Permanentes Tragen des Babys in einer Babytrage oder im Tragetuch – selbst bei der Hausarbeit. Unsere Entscheidung: Die Babytrage wird nur in Ausnahmefällen verwendet – beispielsweise bei Fahrten in der Straßenbahn. Wir kennen genug Babys, die aufgrund von Fehlstellungen zum Orthopäden müssen. Bei der Hausarbeit kommt das Kind ins Laufgitter.
  • Impfempfehlung der Stiko unter anderem: 6-fach Impfung mit 8 Wochen. Unsere Entscheidung: Unser Kind bekommt so zeitig keine Impfung und erst recht nicht mit so vielen Krankheitserregern auf einmal.
  • Gängiger Entbindungsort: Klinik. Unsere Entscheidung: Das Baby wird in einem Geburtshaus zur Welt kommen.

Es ist unglaublich, was man alleine bei diesen vier Punkten an Gesprächs- und Konfliktstoff produzieren kann. Gerade der Gang ins Geburtshaus lässt viele Menschen die Kinnlade herunter klappen. „Was da alles passieren kann!“ – und dann gehen die schlimmsten Geburtsberichte von Bekannten eines Bekannten los. Beinahe Tod der Mutter unter der Geburt, Neugeboreneninfekt lebensbedrohlich, Verkeilung des Babys im Geburtskanal mit Knochenbrüchen etc pp. Und jedes Mal erzählt man den Leuten wieder etwas von Statistiken, provozierten Komplikationen, Vergütung von Kaiserschnitten und so weiter.

Irgendwann ist man es leid. Irgendwann hat man Wut. Irgendwann ärgert man sich, dass man sich überhaupt auf solche Debatten einlässt und nicht einfach die Klappe hält. ABER: Man gewinnt dadurch an Standfestigkeit, weil man jede Entscheidung dreimal überdenkt und entsprechend argumentieren kann. Weil man sich oftmals eingehender mit den Themen beschäftigt und sich nicht an Scheinargumenten wie „Früher war das so“ festhält. Weil man lernt, dass man kein junger Erwachsener mehr ist, sondern jetzt ein Elternteil wird und einfach so souverän sein MUSS, Dinge für seinen Sprössling zu entscheiden. Weil das Kind Eltern braucht, die Sicherheit vermitteln.

Ich kann es nur nochmal betonen: Kinder (und meins ist bis dato noch nicht einmal geboren) lassen dich die Welt mit anderen Augen sehen und bewerten. Ich kenne nichts, was der Persönlichkeitsentwicklung mehr auf die Sprünge hilft, als ein kleiner Mensch, dessen jungfräuliche Festplatte man völlig neu bespielen muss.

Habt Mut zu Euren Entscheidungen! Ich bin mir sicher, dass ihr sie nach besten Wissen und Gewissen trefft und nur das Beste für Eure Kinder wollt.

 

Eure Kietzemaze

Im Alltag Ruhe finden – Meditationen für ein gelassenes Leben

Ich hatte mir dieses Buch gekauft, weil mich der Titel sehr ansprach. Oftmals hat man im Alltag nicht die Zeit, sich täglich eine Stunde lang hinzusetzen und zu meditieren. Dieses Buch – so meine Vermutung – eröffnete sicherlich Möglichkeiten, mit kleinen Übungen auch an stressigen Tagen seine Ruhe zu bewahren.

Der Autor des Buches , Jon Kabat-Zinn, gilt als angesehener Meditationslehrer und gründete die Stress Reduction Clinic in Massachusetts. Damit integrierte er als Erster die Achtsamkeitspraxis in die medizinische Betreuung. Perfekte Voraussetzungen also um der oben genannten Annahme gerecht zu werden.

Das Buch gliedert sich in 3 Kapitel. Das erste beschäftigt sich mit der Blüte des Augenblicks, das zweite mit dem Herz der Übung und im letzten Teil geht es schlussendlich um die Achtsamkeit im Alltag. Der Inhalt dieser 3 Kapitel umfasst ca. 210 Seiten und behandelt hierbei über 70 Themen – das heißt, dass jedes Thema im Durchschnitt mit 3 Seiten behandelt wird und hier liegt für mich leider die Krux an der ganzen Sache:

Kabat-Zinn scheint durchaus ein Mann vom Fach zu sein, der viele Weisheiten in sich aufgesogen und verinnerlicht hat. Er ist bestrebt, sein Wissen mit den Menschen zu teilen und ihnen zu helfen, die Achtsamkeitspraxis umzusetzen. Die Kürze der einzelnen Unterkaptiel empfand ich jedoch als tödlich. Die Gedanken schienen mit zu sprunghaft, zu zusammenhanglos, zu sehr an der Oberfläche. Das Lesen glich einer Werbeunterbrechnung im Fernsehen, in der sich Werbespott und Werbespott in Sekundenabständen abwechseln. Dadurch konnten die sehr wertvollen und inspirierenden Ideen leider nicht in die Tiefe des Bewusstseins vordringen und wirkten aufgrund der spirituellen Sprache manchmal sogar etwas abstrakt.

Hier eine kleine Leseprobe:

„Das Leben lässt uns heute nur wenig Zeit zum Sein, sofern wir uns diese nicht bewusst nehmen. Es gibt für uns keine festgelegte Zeit mehr, zu der wir unsere Aktivität beenden müssen […]. Deshalb fehlt uns heute jene früher zwangsläufig vorhandene Zeit am Abend, um „abzuschalten“, um die Beschäftigungen des Tages loszulassen. Unser Geist hat nur selten Gelegenheit, sich in der Stille an einem Feuer zu sammeln.“ (Seite 156)

Eine sehr schöne Idee ist, dass Kabat-Zinn immer wieder versucht, Übungen einzubauen, die der Leser aktiv durchführen kann, um das Gelesene zu verinnerlichen. Einige Übungen halte ich für durchaus sinnvoll, mit anderen konnte ich weniger anfangen. Beispiel für eine Übung ist:

„Versuchen Sie, den Vorhang der Unachtsamkeit zurückzuziehen, um die Harmonie des Augenblicks wahrzunehmen. […] Schauen Sie, und schauen Sie immer wieder, hier und jetzt!“ (Seite 158)

Insgesamt blieb das Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück. Ich persönlich hätte es für besser erachtet, einen Themenkomplex im Zusammenhang weiter auszuleuchten und gezielte Übungsvorschläge zu machen. „Im Alltag Ruhe finden“ erscheint mir leider zu voll gestopft und daher wenig zielführend. Gern könnt Ihr Euch aber selbst ein Bild machen!

Pro

  • verständlich formuliert, wenn auch manchmal etwas blumig
  • Einbau von praktischen Übungen

Contra

  • inhaltlich zerrissen und zusammenhanglos
  • Behandlung der Themen viel zu kurz und oberflächlich
  • entspricht nicht den aus dem Titel hervorgerufenen Erwartungen

Verlag: Knaur MensSana TB

ISBN: 978 3 426 87713 5

Umfang: 224 Seiten

Kleiner Hinweis: Entgegen meiner Rezension sind die Bewertungen auf Amazon sehr gut (4,5 von 5 Sternen)

 

Bildquelle: https://www.amazon.de/Alltag-Ruhe-finden-Meditationen-gelassenes/dp/3426875292

Über den Sinn des Lebens

Irgendwann in seinem Leben kommt man an einen Punkt, an dem man sich fragt, warum man eigentlich auf Erden weilt. Was ist meine Aufgabe in dieser Welt? Was ist der Sinn meiner Existenz? Manche Menschen glauben, es wäre schlicht und ergreifend die Arterhaltung, aber davon bin ich nicht überzeugt. Viel ausschweifender und spektakulärer ist meine Antwort allerdings auch nicht: Ich denke, der Sinn des Lebens, ist, zu leben. Oder anders gesagt: Das Leben hat keinen Sinn außer den, den Du ihn gibst.

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Wie meine ich das?

Ich bin so unheimlich vielen Menschen begegnet, deren Lebenssinn darin zu bestehen scheint, wirklich alles zu zerdenken. Jede Tat muss wohl überlegt sein, über jede Situation muss man 5 Mal schlafen. Am besten macht man sich noch Pro-Contra-Listen und nervt alle seine Bekannten, Freunde und Familienmitglieder, um sich eine andere Meinung einzuholen.

Falls Du Dich hierin wieder erkennst, rate ich Dir eines: Hör auf damit!

Das ist nichts weiter als vergeudete Zeit. Chancen und neue Wege treten nicht umsonst in Dein Leben. Nutze sie! Ich rede nicht davon, einfach in den Tag hinein zu leben und sich um gar nichts mehr zu scheren. Natürlich muss man sich der Konsequenzen des eigenen Handels bewusst sein. Aber wie mit fast allem, liegt die Kunst darin, ein gesundes Maß zu finden. Du hast nur ein Leben also fülle es auch mit etwas Lebendigem. Du wirst auf dem Sterbebett nicht bereuen was du getan hast, sondern bereuen, was du NICHT getan hast. Wage einfach einmal den Sprung ins kalte Wasser!

Es gibt einige Erkenntnisse, die ich im Laufe der Zeit erfahren habe und mit Dir teilen möchte:

Erkenntnis Nr. 1: Berufswahl

Besonders im Job bzw. in der Berufswahl macht man sich mit seiner Entscheidung das Leben schwer. Gerade als junger Mensch neigt man dazu, mit Freunden und Verwandten und natürlich mit den Eltern über die Berufswahl später über die Wahl des richtigen Jobangebotes zu diskutieren, aber meine Erfahrung ist folgende: Die Entscheidung musst du letzten Endes doch allein treffen und je mehr Meinungen Du Dir einholst, desto zielloser und verwirrter bist Du meistens. Wenn Du Dich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheidest, kann Dir niemand vorher sagen, wie der Arbeitsmarkt in 5 Jahren aussieht oder ob Du einen lukrativen Arbeitgeber finden wirst. In 5 Jahren geht es eher darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Schau lieber, dass Du Dich für etwas entscheidest, was Dir liegt und lerne nicht eine Tätigkeit, die vermeintlich vernünftig zu sein scheint. Du verbringst mehr Zeit auf Arbeit als mit Deinem Partner / Deiner Partnerin. Nichts ist schlimmer, als sich morgens zu fragen, weswegen man eigentlich aufsteht. Und vergiss eines nicht: Du hast immer die Möglichkeit Dich noch umzuentscheiden oder Dich weiter zu qualifizieren.

Erkenntnis Nr. 2: Die Liebe

„Soll ich ihm als erstes schreiben oder warte ich, bis er mir eine Nachricht schickt?“

„Wie weit kann ich heute bei ihr gehen? Mache ich mir damit alles kaputt?“

„Ist es wirklich klug, jetzt ein Kind in die Welt zu setzen, oder sollten wir besser warten, bis wir finanziell unabhängiger werden?“

Leute, es geht um die Liebe! Das heißt: Hirn aus, Herz an! Es nützt überhaupt nichts, sich hierüber ewig den Kopf zu zerbrechen, denn wenn es funkt und man zueinander passt, dann geht das alles von alleine. Sich jeden Schritt genauestens zu überlegen, führt häufig dazu, dass Du Dich verstellst und die Fassade schlussendlich nicht mehr aufrechterhalten kannst. So viele Verliebte da draußen nehmen sich die Energie und die Dynamik der Liebe und versuchen sich bewusst zu bremsen. Nenne mir einen einzigen Grund, warum man sich so etwas Schönes wie Nähe, Zweisamkeit und Bauchkribbeln verwehren sollte.

Erkenntnis Nr. 3: Ziele im Leben

Um ein erfülltes Leben zu leben, solltest Du Dir Ziele setzen und immer wieder reflektieren, wo Du gerade stehst und welchen Weg du zukünftig einschlagen möchtest. Der Mensch ist glücklich, so lange er strebt. Du solltest wissen, warum Du Dich morgens aus dem Bett quälst. Es ist doch furchtbar, 9 Stunden auf Arbeit zu verbringen, um dann heim zu kommen und fern zu sehen. Ich finde es so gruselig, dass ein Großteil unserer Gesellschaft tatsächlich einen solchen Trott hat. Mit 30 Jahren gestorben, aber mit 80 Jahren erst beerdigt? Na super! Eine sehr beliebte Frage in Vorstellungsgesprächen ist oft: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ Wer sich diese Frage selbst noch nie gestellt hat, wird feststellen, dass sie nicht von jetzt auf gleich zu beantworten ist. Dazu muss man sich und sein Leben einmal reflektieren. Falls Du das noch nicht getan hast, hole es bitte tunlichst nach!

Lange Rede, kurzer Sinn: Hör auf mit der Grübelei und beginne, Dein Leben zu leben. Und am besten startest Du damit, Dir erst einmal die Frage zu stellen, auf welche Reise Du Dich eigentlich begeben willst. Vergiss dabei eines nicht: Du hast die Entscheidungsgewalt und niemand sonst. Hör auf Dein Herz!

​​​​​​​Deine Kietzemaze

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/konferenz-besprechung-sinn-leben-1886026/

Unser Schönheitsideal und Dehnungsstreifen

Ich bin jetzt im 8. Monat schwanger und hatte am Anfang richtig Angst vor Dehnungsstreifen. Sie waren sogar ein Grund von vielen, weswegen ich jahrelange sagte, dass ich niemals Kinder bekommen möchte.

Seit einigen Wochen habe ich selbst Dehnungsstreifen und muss sagen: es stört mich bei Weitem nicht so, wie ich es zuvor gedacht habe. Und warum?

Als Schwangere schaut man sich gerne verschiedenste Videos an und liest die unterschiedlichsten Beiträge zur Schwangerschaft und dem Mama-Werden. Und was ich dabei sehr erschütternd fand: Es gibt Frauen im Internet, die von ihren Schwangerschaftsstreifen sprechen und psychisch so sehr davon belastet werden, dass sie in Tränen ausbrechen und teilweise sogar ihren Kindern die Schuld dafür geben. Und da ist mir wieder einmal mehr bewusst geworden, was wir hier für einem absurden Schönheitsideal hinterher laufen. Frauen sind das schöne Geschlecht – da kommen Fetteinlagerungen für die Stillzeit, Wasser in den Beinen während der Schwangerschaft, Dehnungsstreifen bei wachsendem Bauch und Hängebrüste nach dem Abstillen leider nicht sehr gelegen. Und nun seht euch an, wie viele Frauen da draußen Babys bekommen. Nur ein Bruchteil dieser werden nach der Schwangerschaft wieder so in Form kommen, dass es dem heute geltenden Schönheitsideal gerecht wird.

Das heißt also zum einen, dass wir einem Ideal nacheifern, was die wenigsten erfüllen können (eingeschlossen natürlich auch die Frauen, die nicht schwanger sind oder schon ein Kind geboren haben) und zum anderen, dass einige Frauen gar nicht erst schwanger werden wollen oder ihre Schwangerschaft nicht genießen können. Ich finde das schockierend!

An alle (werdenden) Mamas da draußen, die von Schwangerschaftsstreifen betroffen sind: Natürlich finde ich meine Streifen auch nicht schön, aber sie belasten mich nicht, denn jeder einzelne Tritt in meinem Bauch entschädigt mich dafür. Genießt es bitte, Euren Bauchzwerg jeden Tag zu fühlen. Freut Euch darüber, dass er oder sie gesund ist und prächtig in Euch wächst und gedeiht. Macht Euch bewusst, dass ihr ein neues Leben in Euch baut und dass Euer Körper gerade Höchstleistungen vollbringt. Lauscht den Herztönen Eures Babys beim CTG und genießt es, wenn das Baby auf Euch reagiert. Es ist ein wunderbares Gefühl und keiner kann Eurem Kind so nah sein und die Entwicklung so miterleben wie die Mamis.

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Vielleicht seht ihr nach einem oder mehreren Kindern nicht mehr so sexy aus wie mit 17 Jahren, aber ihr habt einen ganz neuen Fokus in Euer Leben gelassen und dürft viele spannende und neue Erfahrungen machen. Ihr werdet einen Sprung in Eurer Entwicklung hinlegen, den ihr ohne Kind so nicht gemacht hättet. Erkennt das bitte bitte bitte an und grämt Euch nicht über die Spuren, die die Schwangerschaft bei Euch hinterlassen hat. Und gebt vor allem nicht Euren Kindern die Schuld dafür!

Eure Kietzemaze

 

Bildquelle: http://lillithsdarktower.blogspot.de/2014/03/schwangerschaft-die-lastigen.html

Wenn Lebenskonzepte nicht übereinstimmen

Wir erleben es tagtäglich: Jeder Mensch auf dieser Welt bringt andere Werte mit, jeder Mensch hat andere Ziele im Leben, jeder Mensch lebt seine eigene Lebensphilosophie. Oft wird gesagt, man sei der Durchschnitt seiner fünf engsten Mitmenschen und sollte bestrebt sein, sich mit Menschen zu umgeben, die das gleiche oder ein erstrebsameres Wertesystem vertreten wie man selbst.

Wäre man ganz radikal, müsste man sich dabei vermutlich von einigen seiner Familienangehörigen distanzieren oder seine aktuelle Partnerschaft beenden. Aber ist das wirklich notwendig? Ich sage Nein!

Zur Persönlichkeitsentwicklung gehört auch, nicht davon zu laufen, sondern mit schwierigen Situationen umzugehen lernen. Was also tun, wenn beispielsweise Familienangehörige oder Dein Partner andere Ansichten vertreten als Du?

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Das Leben ist ein Irrgarten

1.Vergiss niemals, wofür Du selbst einstehst!

Du musst Dir immer wieder vergegenwärtigen, welches Lebenskonzept Du für Dich gewählt hast und warum. Wenn Du überzeugt bist von Deiner Idee, dann können Dir Ausstehende wenig anhaben. Bist Du beispielsweise überzeugter Veganer, kann Dir Dein Kumpel so viele Grillwürstchen bringen, wie er will, Du musst und würdest sie nicht anrühren.

2. Versuche nicht, andere zu missionieren!

Das ist ein ganz wichtiger Punkt: Du kannst andere nicht missionieren. Du kannst Deine Mitmenschen höchstens mit Deinen Taten und Worten inspirieren und sie so zum Nachdenken anregen. Aber nichts ist unzuträglicher, als jemanden seine Fehler aufzutischen und doktrinenhaft zu erzählen, was er oder sie alles besser machen müsste. Du wärst genauso wenig empfänglich dafür. Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich benutze flouridfreie Zahnpasta, weil ich der Überzeugung bin, dass es besser für meine Gesundheit ist und ich benutze dazu eine Handzahnbürste aus Holz, da diese sanfter für die Zähne ist und ich den Plastikmüll reduziere. Mein Freund hingegen hat sich kürzlich eine elektrische Zahnbürste gekauft, die in meinen Augen Strom verschwendet und durch die Aufzeichnung des Putzverhaltens zur totalen Überwachung beisteuert. Dazu nutzt er Sensodyne Zahnpasta und Listerine Mundspülung – sündhaft teure Markenprodukte mit Unmengen an Flourid. Was ich gerade verurteile, kann er mir mit guten Argumenten für sich völlig schlüssig begründen. Ich lass ihm seines, er lässt mir meines. Man kann und sollte nicht wegen Allem Grundsatzdiskussionen vom Zaun brechen.

3. Bleibe offen für neue Perspektiven!

Oftmals erwarten wir von anderen, sich und ihre Verhaltensweisen zu hinterfragen, aber sind wenig bereit, gleiches von uns selbst zu fordern. Schließlich sind wir alle der Meinung, wir würden den einzig richtigen Weg gehen – sonst würden wir nicht tagtäglich so handeln, wie wir es nun einmal tun. Hör Dir also auch einmal die Lebenseinstellungen von anderen an und bleibe dabei offen für neue Perspektiven. Man kann Alles von verschiedenen Seiten betrachten. Vielleicht bist Du an dem ein oder anderen Punkt zu streng zu Dir oder könntest hier und da selbst noch etwas optimieren oder vielleicht sogar einen ganz neuen Weg beschreiten. Auch das ist Persönlichkeitsentwicklung!

4. Erkenne die Fortschritte Deiner Mitmenschen an!

Es gibt Menschen, die für gewisse Dinge einfach noch nicht bereit sind. Sie stehen einfach an einem anderen Punkt in ihrer Entwicklung. Oftmals neigen wir dazu, gleich eine 180-Grad-Drehung zu erwarten, doch wir reden hier von Reifungsprozessen, die nicht von jetzt auf gleich abgeschlossen sind. Wenn Du merkst, dass Du jemanden erreichen konntest mit Deiner Lebensphilosophie, dann schau auf die kleinen Fortschritte, die derjenige macht und erwarte nicht zu viel. Ich kenne einige Menschen, die sich darüber grämen, aber das ist nicht der richtige Weg. Denk an ein Kind, was viele Schritte versuchen und hinfallen muss, bis es gelernt hat zu laufen.

Man kann sich selbst ändern, aber nicht die anderen. Das solltest Du immer im Hinterkopf behalten.

Deine Kietzemaze

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/irrgarten-labyrinth-glendurgan-511153/