Selbstreflektion – Traust Du Dich?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie unwillig die Menschen sind, sich selbst zu reflektieren.  Lieber wird mit dem Finger auf andere Leute gezeigt. Man beschäftigt sich vorzugsweise mit dem Außen, aber selten mit dem Innen.  Tamara vom Blog ichmeinwas.wordpress.com rief nun zu einer Blogparade auf, die sich genau diesem Thema widmet. Die Idee dazu finde ich richtig klasse, da Ihr lediglich die folgenden Fragen beantworten müsst, um Euch Selbst ein wenig besser kennen zu lernen. Wie sieht es aus – traut Ihr Euch? Ich schon und los geht’s!

1. Welche Meinung habe ich von mir selbst? Wie sehe ich mich selbst? Was macht mich aus?

Klar, Hochs und Tiefs gibt es immer und manchmal habe auch ich Phasen, in denen ich mich nicht leiden kann. Wenn ich ungehindert meinen Gelüsten nachgebe zum Beispiel und leider auch, wenn ich mal faul bin (obwohl das soooo wichtig ist!!!). Gerade jetzt in der Schwangerschaft wiegen die Unzulänglichkeiten manchmal besonders schwer, weil alles was man tut oder wie man sich ernährt, auch ein zweites Leben beeinflusst. Alles in Allem bin ich jedoch zufrieden mit mir und meiner Persönlichkeit. Ich habe ein super Abi gemacht, war ein halbes Jahr in Neuseeland, konnte meine Ausbildung aufgrund guter Leistungen vorzeitig beenden – ja, ich war sogar schon Teamleiter trotz meiner kurzen Berufserfahrung. Das sind alles Dinge, die mir zeigen, dass ich nicht alles falsch gemacht haben kann. Insgesamt halte ich mich für „anders“ als den Mainstream, einfach aufgrund der Dinge, mit denen ich mich beschäftige. Aber das finde ich auch gut so und das zeichnet mich aus. Es hat mir geholfen, mich persönlich weiter zu entwickeln.

2. Bitte ich um Hilfe, wenn ich Unterstützung brauche? ( z.B.: beim Möbel aufbauen usw.).

Damit tue ich mich wirklich schwer. Ich mag Unabhängigkeit und bin ungern auf die Hilfe anderer angewiesen. Das ist nicht immer gut und erschwert oft das Leben. Daran muss ich wohl noch arbeiten.

3. Welche Menschen tun mir gut? Verbringe ich mit ihnen genug Zeit? Falls nein, warum nicht?

Leider ist es heute nicht mehr wie damals, als man täglich seine Freunde, seine Familie und Verwandten gesehen hat. Ich müsste viel mehr Zeit mit meinen Freunden und mit meinen Eltern verbringen, aber da wir alle an unterschiedlichen und teilweise weit entfernten Orten wohnen, ist das oft nur schwer möglich. Das macht mich manchmal auch traurig, allerdings sehe ich es auch als Los unserer heutigen Zeit. Dank Facebook oder WhatsApp ist wenigstens der regelmäßige virtuelle Kontakt gut aufrecht zu erhalten.

4. Welche positiven Eigenschaften habe ich?

Ach du lieber Gott. Die Dinge, die ich aufzähle, interpretiert so mancher wohl als Schwäche, aber ich versuche es einmal: Als positiv würde ich auf jeden Fall bewerten, dass ich offen und gesprächig bin und daher gut mit Menschen in Kontakt komme. Ich kann zudem gut zuhören und oft die richtigen Ratschläge geben, die unter anderem dazu geführt haben, dass mich Menschen animierten, mit dem Bloggen anzufangen. Außerdem bin ich immer ehrlich, aber oft auch, weil ich einfach nicht lügen oder meine Klappe halten kann. Zumindest wissen die Menschen, woran sie bei mir sind. Zu guter letzt halte ich es auch für eine Stärke, dass ich keine Angst vor Neuem habe (und sollte ich mal Angst haben, mache ich es trotzdem).

5.  Für welche Dinge in meinem Leben bin ich besonders dankbar?

Ich bin besonders dankbar für die viele Erfahrungen, die ich schon in meinem Leben sammeln durfte sowie für meine aktuelle Beziehung und daraus entstehende Baby. Ich bin dankbar für den Job, der mich zufrieden stellt und der mir mein Einkommen und gewisse Freiheiten sichert. Und ich bin dankbar für den (zumindest in diesen Breitengraden noch herrschenden) Frieden und dafür, endlich eine passende Wohnung für uns drei gefunden zu haben.

6. Was versüßt mir mein Leben? 

  • mein Freund
  • dieser Blog
  • Bücher
  • gemeinsame Unternehmungen
  • Reisen

7. Hinterfrage ich meine Handlungen?

Nicht nur meine Handlungen, ich hinterfrage alles. Was mir allerdings schwer fällt, ist, mich für Dinge zu entschuldigen. Ich tue es zwar, aber es ist jedes Mal einen riesen Hürde für mich und ein extrem unangenehmes Gefühl.

8. Was hast du für einen Traum? Und was hindert dich daran, ihn zu leben?

Ich habe in diesem Sinne keine Vision, der ich jeden Tag nachjage, weil ich ein an sich erfüllendes Leben führe. Ein mittelfristiges Ziel ist momentan Wohneigentum, aber nicht, weil ich mir das so unheimlich schön vorstelle, sondern weil ich es für eine gute Altersvorsorge halte und ich die Möglichkeit haben möchte, Lebensmittel selbst anzubauen und kein Gemüse aus Spanien importieren zu müssen. Ein Traum, den ich allerdings allein nicht realisieren kann, ist Frieden auf der ganze Erde und ein angemessener Umgang mit der Natur.

9. Stehe ich mir selbst im Weg?

Spontan würde ich sagen: Nein. Ich sehe mich selbst eher als Chance, Dinge zu erreichen, einfach indem ich sie tue. Von nichts kommt auch nichts. Es gibt selten Momente, in denen ich mir etwas nicht zutraue, aber davor gefeit bin ich natürlich auch nicht.

10. Bin ich gut genug?

Für wen oder was? Solange es um mich selbst geht, würde ich diese Frage mit Ja beantworten. Wenn es um das Baby geht, hoffe ich es zumindest.

11. Angenommen, ich könnte von vorne beginnen: Was würde ich anders machen?

Ich schreibe jetzt kein abgedroschenes „Ich bereue nichts in meinem Leben und würde alles nochmal genauso machen“. Jeder hat wohl hier oder da etwas getan, was er rückblickend betrachtet wohl lieber nicht gemacht hätte. Könnte ich etwas ändern, wären es die häufigen Umzüge. Fünf Mal habe ich jetzt schon komplett den Wohnort gewechselt – und jedes Mal fängt man bei Null an, was soziale Kontakte betrifft, auch wenn man natürlich viel Neues lernt. Und ich hätte schon länger auf eine bessere Ernährung geachtet.

 

Wie sieht es bei Euch aus? Erkennt Ihr Euch wieder oder treffen auf Euch ganz andere Dinge zu? Lasst es mich gern wissen!

Eure Kietzemaze

Minimalismus – FAIL!

Ein kleine Anekdote am Rande:

Ich schreibe hier frisch fröhlich Beiträge über Minimalismus und verurteile den Konsumzwang, aber jetzt, da ich meine Umzugskisten packe, da für ein Leben mit Freund und Baby eine Ein-Zimmer-Wohnung zu klein wird, merke ich erstmal, was ich alles für Krempel habe.

Okay, ich habe zwar keine unnützen Dinge, aber ich habe Hobbys – und die Füllen meine Kartons ziemlich schnell. Beispielsweise hat sich die Anzahl meiner Bücher im Laufe der Jahre erhöht. Zwar war ich jahrelang Bibliotheksnutzer, allerdings habe ich mir viele Bücher (meistens gebraucht) nachgekauft oder mir welche schenken lassen. Einige wollte ich jetzt sogar verkaufen, jedoch sind die Preise, die man im Internet dafür erzielen kann, unterirdisch. Dafür kann ich den Schmöker auch behalten.

Dazu kommen auch ein paar Zeichen-Utensilien wie Pinselsets, Leinwände und dergleichen. Dinge, die monatelang ungenutzt im Schrank herum liegen, weil ich kaum Zeit mehr zum Zeichnen oder Malen finde.

Nicht zu vergessen sind Dekoartikel. Dinge, die die Welt nicht braucht und als Staubfänger herhalten, die aber gleichzeitig Andenken oder Mitbringsel von Leuten sind, die man nicht vor den Kopf stoßen möchte. Deswegen behält man den Kram und traut sich nicht, ihn weg zu werfen.

Alles in Allem achte ich schon darauf, dass sich nicht zu viel anhäuft und ich miste regelmäßig meine Schränke aus, aber wenn man aufgrund eines Umzugs gezwungen ist, wirklich alles auszuräumen, sieht man erstmal wie viel es trotzdem noch ist. Und das meiste davon ist höchstens Nice to Have, aber nicht zwingend lebensnotwendig.

Ging es Euch schon ähnlich? Habt Ihr selbst schon einmal eine Aktion gestartet, in der Ihr einfach in einer Hau-Ruck Aktion alles weg geworfen habt, was Euch plötzlich überflüssig erschien? Gern könnt Ihr Eure Erfahrungen teilen!

 

Eure Kietzemaze

Minimalismus

Da ich ein Kind erwarte und eh mit meinem Freund zusammen ziehen wollte, war schnell klar, dass wir unseren Wohnraum vergrößern müssen. Ich lebe noch in einer 37 m² kleinen Einraumwohnung und da wäre es wohl schnell ziemlich eng geworden. Die Suche nach einem passenden Mietobjekt war allerdings schwieriger als wir dachten und wir kamen sogar an den Punkt, darüber nachzudenken, ob wir einfach die Kündigung zurück ziehen und auf den paar Quadratmetern leben sollten.

Auf youtube findet man sogar viele anregende Ideen von Menschen, die sich dem Minimalismus verschrieben haben – die also wirklich in einem kleinen Zimmerchen leben und nur die Dinge besitzen, die tatsächlich notwendig sind.

Zugegeben, ein bisschen erinnert mich das an China oder Japan. Immer mehr Menschen zieht es in die Städte und daher wird auch der Wohnraum knapp. Und viele wissen auch, was es heißt, täglich Überstunden zu machen und den Jahresurlaub nicht voll in Anspruch zu nehmen. Eine Prognose für die Zukunft wage ich mir gar nicht zu äußern.

Dennoch hat mich folgedes Video von Ikea doch inspiriert. Es zeigt, dass man schön wohnen kann – auch mit wenig Platz und wenig Dingen:

 

Was sagt Ihr dazu?

Eure Kietzemaze

Die Welt ein Stück besser machen – Teil II

Auf Wunsch der Leser gibt es heute einen zweiten Teil mit weiteren Tipps zu dem Thema, wie wir die Welt mit kleinen Dingen ein wenig besser gestalten können. Den ersten Teil könnt Ihr nochmal hier nachlesen.

Lasst uns starten:

  • Engagiert Euch!

Wer die Welt ein Stückchen besser machen möchte, der darf nicht warten, dass von alleine etwas passiert. Mittlerweile gibt es unzählige Gruppen, die auf Missstände aufmerksam machen und etwas ändern wollen. Das kann etwas mit Tieren oder der Umwelt zu tun haben, mit Politik oder gesellschaftlichen Problemen. Was beschäftigt Euch am meisten? Besucht doch einfach mal eine regionale Gruppe oder – für ganz Engagierte – organisiert selbst eine!

  • Regional kaufen – am Besten in Bioqualität

In kaum einem Supermarkt findet man noch Obst und Gemüse aus der Region. Spottbillige Produkte aus Spanien haben sich hier besonders etabliert – zu Lasten der Umwelt und der Gesundheit. Versucht regionale Produkte zu kaufen. In vielen Städten gibt es  noch Wochenmärkte oder Ähnliches, um vom Bauern aus der Gegend zu kaufen.

Alternativ kann man sich auch eine grüne Kiste bestellen. Das ist ein Angebot örtlicher Bauern, saisonales Obst und Gemüse direkt vom Feld zu Dir nach Hause zu liefern. Frischer geht es nicht!

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  • Wäsche waschen – bei 30 Grad und ohne Weichspüler

Mal ehrlich: die meiste Kleidung, die man in die Wäsche wirft, ist gar nicht richtig schmutzig, sondern einfach nur ein bis zwei Tage getragen. Diese Teile im Schnellwaschgang bei 30 Grad zu waschen, reicht vollkommen aus. Und Weichspüler braucht auch kein Mensch. In den meisten Waschmitteln ist nämlich schon ein Teil davon enthalten. Viele Modegeschäfte raten sogar dazu, Jeans ohne Weichspüler zu waschen, da diese Mittel die Elastan-Fäden zerstören und somit die Hose ausbeult. Lasst die zusätzliche Chemie einfach weg.

  • Bei tierischen Produkten auf Qualität achten

Qualität hat seinen Preis. Das weiß jeder, der wirklich mal ein gutes Stück Bio-Fleisch kaufen wollte. Zugegeben: die Zahl ist schon heftig, aber macht Euch bewusst, dass es sich hierbei schließlich auch um ein Lebewesen gehandelt hat. Eine Packung Hühnchen für 1,99 Euro möchte ich fast schon als Verbrechen bezeichnen. Esst lieber weniger, aber dafür gutes Fleisch. Das erkennt man im Übrigen am besten daran, dass es sich beim Zubereiten nicht zusammen zieht und wässert.

  • Tausch- oder Leihbörsen nutzen

Solche Plattformen gibt es heute zuhauf: für Kindersachen, Möbel, sogar für Autos oder Wohnungen. Man muss nicht alles besitzen, oder zumindest nicht alles neu kaufen. Vieles kann man sich leihen oder gegen Dinge eintauschen, die man selbst nicht mehr braucht. Mittlerweile gibt es sehr viele Menschen, die sich dem Konsumzwang verweigern.

  • Reparieren oder selber bauen

Unsere Omis und Opis wussten noch, wie man kaputte Dinge repariert oder gewisse Sachen selber baut. Klar, heute noch Socken zu stopfen, ist vermutlich etwas übertrieben, aber man muss nicht alles gleich weg werfen, wenn es eine kleine Macke hat oder nicht mehr gefällt. Oftmals kann man Sachen auch „pimpen“ oder ausbessern. Beispielsweise Möbelstücke mit einer schönen Folie zu bekleben oder zu lackieren hilft manchmal wahre Wunder – ohne neue Bäume fällen zu müssen.

  • Kinder müssen nicht so unheimlich teuer sein

Okay, ich habe noch kein Kind, aber manchmal falle ich echt vom Stuhl, was besorgten Eltern alles so Unnützes angeboten wird. Warum, in drei Teufels Namen, braucht man bitte ein Kapuzenhandtuch für ein Baby? Ich wüsste nicht, warum ein herkömmliches das Kind nicht auch trocken bekommen könnte. Oder warum kaufen sich Menschen Babyphone mit Videoübertragung? Das Kind schreit, also hat es irgend etwas – wieso soll ich mir das Gesicht dazu noch ansehen, bevor ich zu ihm oder ihr gehe? Auch Feuchttücher muss kein Mensch in Massen kaufen, es gibt da nämlich etwas, das sich Waschlappen nennt. Manchmal frage ich mich, wie wir nur damals groß geworden sind…

  • Minimalismus lernen – brauche ich das wirklich?

Jeder von uns kennt das: man sieht etwas und will es unbedingt kaufen. Manchmal wäre das aber gar nicht nötig gewesen. Gebt Euch daher ein paar Tage Zeit, um reiflich zu überlegen, ob Ihr dieses oder jenes wirklich haben müsst. Kleines Beispiel von meiner Seite: Dampfgaren ist bekanntlich das beste für unser Gemüse, um die Vitamine zu erhalten. Ich brauche dafür aber keinen Dampfgarer und auch keinen Einsatz. Ich hänge mir einfach mein Sieb in den Topf und habe das gleiche Ergebnis – und dabei Geld gespart.

  • Nutzt Glas statt Plastik

Plastikmüll ist ein sehr großes Problem für unsere Natur. Glücklicherweise gibt es mittlerweile Projekte von Menschen, die Häuser aus diesem Müll bauen. Aber auch für unsere Gesundheit ist es schädlich, da einige Substanzen der Verpackung auch in unsere Nahrung übergehen können. Besser ist es, wenn Ihr Wasser aus Glasflaschen trinkt (noch besser: aus der Leitung!) oder Joghurt in Glasbehältnissen kauft. Das ist in der Einkaufstüte zwar schwerer, hilft aber der Umwelt.

  • Müllfreie und kostenschonende Damenhygiene  

Binden, Tampons und Slipeinlagen kosten Geld und landen nach Gebrauch im Müll. Eine bessere Variante für die Tage der Tage ist ein Ladies Cup. Das ist ein kleines Behältnis aus Silikon, welches man ähnlich benutzt wie einen Tampon, allerdings kann man es ausleeren, säubern und dann wiederverwenden. Je nach Hersteller kosten diese zwar zwischen 10 – 30 Euro, können allerdings auch viele Jahre genutzt werden und holen die Investition schnell wieder rein.

  • Jeden Tag eine gute Tat

Seid aufmerksam und hilfsbereit und starrt nicht ständig auf das Smartphone. Es reicht, wenn Ihr einem Blinden über die Straße helft, einer alten Dame Euren Sitzplatz in der Bahn anbietet oder den Straßenmusiker mit einem Euro belohnt. Versucht jeden Tag eine gute Tat in Euren Alltag einzubauen und Ihr werdet ein glücklicheres und zufriedeneres Leben führen.

  • Tuben nach Gebrauch aufschneiden

Keine Tube der Welt – sei es Creme, Makeup oder Zahnpasta – lässt sich vollständig entleeren. Schneidet sie daher einfach auf, wenn Ihr nichts mehr heraus bekommt. Ihr werdet erstaunt sein, wie lange ihr das Produkt tatsächlich noch verwenden könnt. Um die Reste aus Shampoo- oder Seifenflaschen zu bekommen, reicht ein kleiner Klecks Wasser. Schließlich habt Ihr es ja auch bezahlt.

  • Keine Reinigungsmittel kaufen

Als Entkalker eignet sich prima Zitronensaft. Scheuermilch kann man hervorragend durch Natron ersetzen. Gegen verstopfte Rohre hilft Cola. Diese Hausmittelchen sind umweltverträglich und schonen den Geldbeutel. Wir müssen nicht noch mehr Chemie in unser Wasser kippen, als wir es ohnehin tun.

  • Natürliche Körperhygiene

Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, da wir verwöhnt wurden von Cremeduschen, die ein seidig-weiches Hautgefühl auf unserem Körper hinterlassen. Gesünder hingegen ist die Körperpflege mit Naturwaschseifen für Körper und Haare. Diese hinterlassen keinen angenehmen Duft und machen Haut und Haare nach der Dusche etwas quietschig, haben jedoch auch keine Plastikverpackung und keine unnötigen Inhaltsstoffe. Probiert es ruhig einmal aus!

Man braucht auch keine teuren Cremes für strahlend schöne Haut. Gerade jetzt in der Schwangerschaft reibe ich meinen Bauch täglich mit Kokosöl ein. Ganz Hartgesottene können sogar ihre eigene Zahnpasta aus Kokosöl, Minze, Xylit und etwas Natron herstellen. Werdet kreativ!

  • Lasst Euch beschenken!

gift-548293_640Es klingt banal, aber wie viele Leute da draußen wünschen sich an Weihnachten oder zum Geburtstag gar nichts, weil sie sich alles schon selbst gekauft haben? Bei mir gibt es immer Dinge, die ich mir schenken lassen kann, weil ich vorher immer dreimal überlege, ob ich mir den Wunschartikel auch wirklich leisten will. So schnell wirkt man dem Kauf von sinnlosem Mist an den Festtagen entgegen – und vermindert wieder unnötigen Konsum.

 

Ihr seht: Es gibt wirklich unzählige kleine und banale Dinge, die einen riesen Effekt hätten, würde sie der Großteil der Menschen so umsetzen. Nutzt den Beitrag als Inspiration – ich würde mich freuen!

 

Eure Kietzemaze

 

Bildquellen:

https://pixabay.com/de/geschenk-p%C3%A4ckchen-%C3%BCberraschung-548293/

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Die Welt ein Stück besser machen

Ich beschäftige mich viel mit Politik – und werde regelmäßig wütend dabei. Wir atmen schmutzige Luft, verunreinigen unser Wasser, beuten Rohstoffe aus, haben Chemie in unserem Essen und das alles scheint politisch auch so gewollt oder zumindest geduldet. Der „Fortschritt“ hat einen hohen Preis. Die jetzige Generation mag es noch gut haben, aber wie sieht es mit den kommenden aus? Dann, wenn die meisten Rohstoffe aufgebraucht sind, das Wasser privatisiert wird und die Schadstoffbelastung durch noch dichteren Verkehr weiter zunimmt?

Ich höre die Leute oft sagen, dass sie die Welt weder besser noch schlechter machen, wenn sie mit dem Auto zum Bäcker fahren oder eben nicht. Man könne die Welt nicht retten. Das wäre auch ein sehr hoher Anspruch. Was ist denn, wenn wir anfangen, unseren Alltag zu reflektieren und bei uns selbst beginnen? So zu leben, dass wir es vor uns selbst verantworten können? Es gibt so viele kleine Dinge, die man tun kann, um eben die Welt ein kleines Stück besser zu machen. Lasst mich ein paar davon aufzählen:

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  • Mahlzeiten planen

Wer zumindest ein paar Gerichte für die Woche plant, kann zielgerichteter einkaufen und läuft daher weniger Gefahr, Lebensmittel weg zu werfen, die man nicht gebraucht hat.

  • Selbst anbauen

Das geht auch in einer kleinen Mietwohnung, wenn man eine Gartenfläche mitbenutzen kann oder einen Balkon hat. Tomaten, Erdbeeren oder Kräuter sind beispielsweise Dinge, die man sich auch mit wenig Platz gut ziehen kann. Ihr werdet den Unterschied schmecken und wisst, dass in diesen Lebensmittel keine Chemie in Form von Pestiziden oder Ähnlichem zu finden ist. Kleiner Tipp: Auch Lebensmittelreste wie beispielweise das Endstück einer Möhre oder einer Lauchzwiebel kann man wieder einpflanzen und zum Nachwachsen animieren.

  • Das Auto stehen lassen

Ich habe schon seit ewigen Zeiten einen Führerschein, ein Auto hatte ich jedoch nur für ein paar Monate. Wer Fahrrad fährt oder kurze Wege läuft, tut ewas für die Gesundheit und für die Umwelt. Auch die Nutzung von Sraßenbahnen oder Mitfahrgelegenheiten ist schonender für die Umwelt und das Gewissen.

  • Mehrwegtaschen oder Stoffbeutel verwenden

Um Plastikmüll zu reduzieren, hilft es schon, zum Einkaufen Mehrwegtaschen oder Stoffbeutel zu verwenden. Die sind zum einen robuster und Ihr spart Euch das Geld für Plastiktüten. Solltet Ihr spontan im Supermarkt sein und keinen Beutel dabei haben, könnt Ihr Euch auch einen leeren Pappkarton in den Regalen suchen und diesen verwenden. Ich bin bisher immer fündig geworden!

  • Strom sparen

Ein banaler Tipp, aber ich kenne unheimlich viele Leute, die während dem Sport daheim das Radio angeschaltet haben, während im Wohnzimmer der Fernseher läuft. Oder Menschen, die regelrecht eine Festtagsbeleuchtung angeschaltet haben, obwohl sie sich nur in einem Raum aufhalten und dort beispielsweise beim Film sehen gar kein solches benötigen. Achtet darauf, dass Ihr diejenigen Geräte aus schaltet, die Ihr gerade eh nicht aktiv nutzt oder benötigt. Simpel, aber effektiv.

  • Heizkosten senken

Gerade das Heizen belastet die Umwelt und schmälert die Ressourcen. Ich bin ein Mensch, der es gerne warm hat – aber eben nur wenn ich daheim bin. Wenn ich schlafe oder auf Arbeit bin, seh ich keinen Grund, konstante 25 Grad in meinen Räumen zu halten. Im Winter lasse ich meine Heizung meist auf Stufe 1,5 – 2 (schon um der Schimmelbildung vorzubeugen) und drehe erst am Wochenende die Heizung höher – und das auch nur in den Räumen, in denen ich mich auch aufhalte. Sollte mir sonst zum Feierabend kalt werden, kuschle ich mich in meine Decke.

  • Duschen statt Baden

Duschen verbraucht ca. 50 Liter weniger als Baden – wenn das reicht. Und mal ehrlich: es muss auch nicht täglich sein. Unsere Großeltern kennen das noch. An kalten Wintertagen im kuschelig warmen Büro, in dem man körperlich nichts tut außer sitzen, ist tägliches Duschen nicht notwendig. Das heißt nicht, dass man seine Körperpflege vernächlässigen sollte – man kann sich auch anderweitig waschen.

  • Fegen statt Staubsaugen

Heute, wo Auslegware out geworden ist und viele Laminat- oder Parkettfußboden haben, muss man nicht zum Staubsauger greifen, sondern kann auch einfach mal fegen. Das spart Strom und man belästigt seine Nachbarn nicht. Wöchentliches Wischen ist auch nicht notwendig, wenn man seine Wohnung grundsätzlich sauber hält.

  • Wäsche lufttocknen

Wäschetrockner sind eine der Erfindungen, die eigentlich kein Mensch braucht, aber die uns Zeit sparen sollen. Dafür haben sie ihren Preis – gegenüber der Umwelt und dem Geldbeutel. Hängt die Wäsche lieber raus, sofern es Euch möglich ist.

  • Unternehmen unter die Lupe nehmen

Vieles ist so selbstverständlich, dass man es gar nicht hinterfragt, aber man konsumiert überraschend viele Marken, hinter denen äußerst fragwürdige Firmen stehen. Ich war zum Beispiel schockiert darüber, dass hinter der Babymarke „Bübchen“ die Nestle Deutschland AG steckt, die bekanntlich ein sehr schlechtes Image hat. Oder darüber, dass ein Kontaktlinsenversandhandel auch Geschäfte mit Nordamerikas größtem Waffenhersteller unterhält. Vielleicht lohnt sich mal ein Blick auf die Dinge, die man so alltäglich verwendet – und lässt sie zukünftig stehen. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für Banken, die man schon fast alle über einen Kamm scheren kann. Die GLS Bank hingegen unterstützt keine Atomkraftwerke und finanziert auch nicht die Rüstungsindustrie. Man kann sogar wählen, wofür das angelegte Geld genutzt wird – beispielsweise für die ökologische Landwirtschaft.

Wie Ihr seht schonen die aufgezählten Dinge nicht nur unsere Ressourcen sondern auch noch den Geldbeutel. Ich könnte bestimmt noch 20 weitere und unkonventionellere Tipps aufzählen, aber wenn man auf die genannten achtet, ist schon ein Menge getan.

 

Habt Ihr noch einen Ratschlag, den Ihr nicht vergessen haben wollt? Schreibt es gern in die Kommentare!

 

Eure Kietzemaze

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/umweltschutz-naturschutz-%C3%B6kologie-326923/

 

 

 

Ein kleiner großer Umschwung

Auf meinem Blog ist es etwas ruhiger geworden, als es letztes Jahr noch der Fall war. Mittlerweile veröffentliche ich nur noch aller paar Wochen einen neuen Beitrag und das hat einen guten Grund. Mein Leben wird nämlich gerade ein bisschen auf den Kopf gestellt, denn ich bin jetzt in der 12. Woche schwanger.

 

Ich möchte hier gleich festhalten, dass die Thematik auf diesem Blog die Gleiche bleiben wird: Alles rund um Persönlichkeitsentwicklung. Das soll kein Mutti-Blog werden mit Schwangerschaftsupdates, süßen Stramplern und „How to style my bump“-Videos.

 

Aber ich werde unter anderem darüber berichten, was sich an mir und meinem Leben verändert und zukünftig verändern wird. Ich muss dazu sagen, dass ich niemals Kinder wollte, auch wenn der kleine Wurm in meinem Bauch ein Wunschkind ist (Mein Onkel hätte dazu gesagt: „Es muss eben einfach mal der Richtige kommen!“). Ich bin auch sonst nicht sonderlich kinderlieb und finde die meisten verzogenen Gören da draußen nach wie vor unerträglich. Man könnte mich sogar einen „Kinderschreck“ schimpfen. Dennoch könnte ich mir gerade nichts Schöneres vorstellen, als schwanger zu sein und sich um ein neues Leben zu sorgen bzw. zu kümmern.

 

Mit Bekanntwerden der Schwangerschaft hat sich bei mir regelreicht ein Schalter umgelegt. Zentrales Thema ist für mich gerade das Baby. Und das bedeutet natürlich auch, dass man sich weniger mit Selbstoptimierung, Coachings und „Wie komme ich in meinem Leben am schnellsten zu Glück und Erfolg?“ beschäftigt. Das eigene Ich tritt eindeutig einen Schritt zurück und das ist wieder eine ganz andere und neue Herausforderung.
Dafür hinterfragt man seine eigenen Wertvorstellungen. Welche habe ich überhaupt – welche davon sind gut und welche nicht? Was will man unbedingt weiter geben?
Man wird sich bewusst, dass jede Entscheidung, die man trifft, weitreichendere Konsequenzen hat als die Entscheidungen 26 Jahre zuvor. Zudem macht man als Frau nochmal eine neue Pubertät im Zeitraffer durch: Man ist launisch, der Körper verändert sich, man weiß nicht immer, wie man mit der Situation umgehen soll, auch wenn man sich die allermeiste Zeit auf das freut, was da kommt.

 

Die Persönlichkeitsentwicklung bekommt kurzum einen ganz anderen Fokus. Man entdeckt Themen und Nischen, an die man zu vor noch nicht gedacht hat. Freut euch also auf ganz neue Perspektiven und erfrischend neue Aspekte in diesem Blog!

 

Eure Kietzemaze

 

Was man von Blinden lernen kann

adult-1867719_640Ich fahre morgens mit der Straßenbahn zur Arbeit und fast täglich steigt auch eine Blinde aus meinem Wohnviertel mit ein. Sie findet sich gemeinhin ganz gut zurecht, nur an der Kreuzung hat sie oft Probleme, da sie eine stark befahrene Straße überqueren muss und die vielen Geräusche offenbar nicht zuordnen kann.

Ich habe die Frau immer für recht verbittert gehalten, da ihre Mimik sehr streng aussieht. Als es neulich geschneit hatte, irrte sie ziellos umher, da sie durch den Schnee mit ihrem Blindenstock keine Kanten und Ähnliches ertasten konnte. Da ich wusste, dass sie den Weg zur Straßenbahn suchte, habe ich sie einfach angesprochen und sie über die Straße geleitet.

Wider Erwarten war sie sehr nett und gesprächig. Sie erzählte mir zum Beispiel, dass sie von Geburt an blind wäre und sie daher nicht vermisst, was sie nicht kennt. Und dass sie zu einem Vortrag gegangen wäre, in dem es hieß: „Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie ziehen sich deprimiert in Ihre Wohnung zurück und verlassen das Haus nicht mehr oder Sie versuchen, sich im Leben zurecht zu finden.“ Die Blinde teilte mir mit, dass sie es erst einmal mit der letzteren Variante versuchen wollte.

Ich habe schon oft gehört, dass gerade Menschen mit einem Handicap in jedweder Form zu schätzen wissen, was für die meisten selbstverständlich ist. Wie oft begegnen uns Leute, die sich den ganzen Tag nur aufregen und rumärgern und klagen, wie furchtbar das Leben doch ist. Und wie viele Menschen da draußen bemitleiden sich lieber selbst, statt zu sagen: „Ich mache jetzt das Beste aus der Situation und versuche zurecht zu kommen“?

Hut ab, vor der blinden Frau, die sogar am völlig überfüllten Hauptbahnhof umsteigt. Hut ab vor dem blinden Mann, der im Aldi einkaufen geht. Das sind hervorragende Beispiele von Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und gestalten wollen, statt verbittert daheim im Sessel zu hocken.

Aus so einer Erfahrung schöpft man selbst wieder mehr Kraft, um den Alltag zu bewältigen und startet mit dem Gefühl in den Tag, etwas Gutes vollbracht und jemanden geholfen zu haben.

Seid aufmerksam. Helft anderen.

 

Eure Kietzemaze

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/erwachsene-blind-foldete-k%C3%B6rper-1867719/